3. INTERNATIONALER KUNSTPARCOURS – Kurpark Bad Schlema 2015

Aktuelles

21.05.2015

Teilnehmende Künstler am 3. Internationalen Kunstparcours Bad Schlema und ihre Projektideen


Michaela Biet – „Wasserstein“
Wasser ist das das wichtigste Lebenselixier – Grundlage und Ursprung des Lebens auf der Erde. Das Projekt stone be water bezieht sich auf den Teich im Kurpark. Ein Granitfindling wird aus dem Wasser gehoben und mit einer Wellenstruktur überzogen, die ihm einerseits seine ursprüngliche jahrtausendealte Naturform belässt, andererseits eine neue Bedeutungsebene einführt. Anschließend kehrt der Wellenstein an seinen ursprünglichen Ort im Wasser zurück. So verbinden sich die Oberflächenstrukturen des bewegten Wassers mit den granitenen Wellenformen, die einen Moment in der sich verändernden Zeit anzuhalten scheinen.
Michaela Biet ist in Augsburg geboren und studierte an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg. Bereits seit 1988 kann sie auf zahlreiche Ausstellungen und Symposien zurückblicken, die ihr ebenso viele Auszeichnungen einbrachten. Ihre Arbeiten im öffentlichen Raum sind im bayrischen Raum, aber auch in Österreich zu sehen.
www.biet-michaela.de

Bob Budd - „8 Minuten und 19 Sekunden“
8 Minuten und 19 Sekunden ist die Zeit, welche das Sonnenlicht braucht um von der Sonne aus die Erde zu erreichen. Die große Reise von etwa 1,5 Billionen Kilometern in NUR 8 Minuten! Ein Wunder der Natur! Das Lebenselixier ist das Sonnenlicht, dass uns täglich Wärme und Licht spendet ohne welches wir nicht weiterleben können.
Dieses Werk wird als Landart Projekt in Bezug auf die 8 Minuten und 19 Sekunden im Boden des Kurparkes verwirklicht.
Der Engländer Bob Budd studierte Glasgestaltung im Bereich Architektur an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart. Nach vielen Jahren der Arbeit in diesem Bereich entdeckte er seine Liebe zu Erschaffung ortsbezogener Skulpturen und Land Art im ländlichen Bereich. Während dieser Tätigkeit in vielen Ländern Europas experimentierte er mit den verschiedensten Materialien, Techniken und Themen.

Donald Buglass – Fulcrum
Licht ist das Elixier des Lebens. Nicht nur das die Sterne Atome und Partikel lieferten, die in allen lebenden Organismen beinhaltet sind, liefert die Sonne die Lebensenergie für  die meisten Lebensformen. Ohne Sonnenlicht wäre unsere Erde eingefrorener, lebloser Fels.
„Fulcrum“ ist seine Homage an die Sonne. Es soll am östlichen Ufer des unteren Kurparkteiches die Strahlen der aufgehenden Sonne am Tag der Sommersonnenwende auffangen und über den Berg über das Wildgehege hin zum Herzen Bad Schlemas leiten.
Der 1962 in Neuseeland geborene Künstler ist bereits zum zweiten Mal zu Gast um ein Kunstwerk zu erschaffen. Er absolvierte ein Malereistudium an der Nationalen Kunstschule in Sydney.
Heute arbeitet er bevorzugt mit land/nature art und Installationen. Sein künstlerisches Schaffen führte ihn zu Teilnahmen an verschiedenen internationalen Symposien u.a. auch schon 2011 nach Bad Schlema.

Monika Bugs – Labyrinth der Katze
Das begehbare Labyrinth verkörpert ein altes Menschheitssymbol, das Symbol des Lebensweges eines Menschen. In ihrer Kunst strebt Monika Bugs die spirituelle Dimension und zugleich die sinnliche Erfahrbarkeit an. Ein begehbares Labyrinth mit seinen Wendungen ermöglicht mit langsamem bewusstem Gehen ganz neue Erfahrungen mit sich selbst. Auch die Katze hat – seit ihrer Darstellung im antiken Ägypten als Göttin Bastet – eine große Symbolkraft. In ihrem Entwurf ist ein Katzenkopf in den traditionellen Formen des Labyrinths, Quadrat und Kreis in abstrakter Weise verwirklicht.
Monika Bugs lebt in Saarlouis und ist seit der 90er Jahren in Zeichnung, Grafik, Malerei und begehbaren Labyrinthen künstlerisch tätig. Dem Studium der Kunstgeschichte, Romanistik und Klassische Archäologie an der Universität in Saarbrücken und an der Sorbonne in Paris folgte ein DAAD-Stipendium für Forschungsaufenthalte in Paris und Wien.
www.monika-bugs.de

Sven Armin Domann – „Um aus dem Jungbrunnen trinken zu können, leg deine Maske ab“
Nur wenn es einen Partner, einen Lebensgefährten, einen Freund gibt, der im selben Moment seine Maske ablegt, entsteht ein Raum für menschliche Nähe und Zuneigung, in die sich „das Wasser des Lebens“ ergießen kann, wie in einen Jungbrunnen. Das Projekt ist als partizipierendes Kunstwerk angelegt, indem es zwei Menschen auffordert, an die beiden gegenüberliegenden Ufer des Teiches zu gehen und sich neben die Masken zu stellen, sich gemeinsam anzuschauen, zuzuwinken oder sich zu fotografieren. So erschafft man sich und dem anderen möglichweise einen Jungbrunnen.
Der gebürtige Torgauer legte sein Abitur in Schwedt ab und arbeitete ab 1985 , gezwungen durch Studienverbot, zunächst als Autodidakt in der Bildhauerei/Malerei in Mecklenburg. Seit 1992 ist er Mitglied im Künstlerbund Mecklenburg-Vorpommern. 1992-1999 arbeitete Sven Armin Domann als Kurator der internationalen Künstlerpleinair „Nutzen im Nicht-Nutzen“ und 2012 erhielt er den 1. Preis beim Internationalen Bildhauerpleinair Rheda-Wiedenbrück.
www.sven-domann-art.de

Sally Ducrow – Beer Lilies
Das Lebenselixier ist … Bier. Es ist die Quelle für Freude, Freundschaft, Inspiration…
Es kann sogar aus dem Material welches übrig bleibt nachdem es konsumiert wurde – Aluminiumbierdosen - Bier Lilien/Beer Lilies das Leben schenken. Die Hauptzutat von Bier ist Wasser, deshalb werden diese Lilien auch schwimmen – wie eine ganz neue Art von Wasserlilien.
Die aus England kommende Künstlerin mit französischen Wurzeln begann ihre künstlerische Tätigkeit 1980. Sie begann ihre Karriere als Malerin und Graphikerin in London und Australien. Schnell aber fiel ihre Aufmerksamkeit auf  Collagen und Bildhauerei im Bereich Holz und Stein. Die Arbeiten werden von ihren vielen Reisen um die Welt und den langen Aufenthalten in Australien, Afrika, Asien und Polynesien inspiriert und beeinflusst.
www.eco-sculpture.com 

Andrea Grote – „Wasser“
Wasser ist Grundnahrungsmittel, um Wasser wird gekämpft, es kann seine Erscheinungsform ändern und es ist – bezogen auf das Thema – erfrischend, ständigen Veränderungen ausgesetzt, dient der Erholung und Ausdruck ständiger Erneuerung. Wasser ist sehr wertvoll und das geplante Objekt aus Glas soll durch eine faszinierende Gesamtwirkung den Einklang von Objekt/Kunst und Teich/Natur durch verschiedene künstlerische Ausdrucksmittel hinweisen. Das Objekt spielt mit dem Wasser zusammen, ist menschengroß und frei begehbar, wodurch es von allen Seiten interessante, lebendige Eindrücke vermittelt.
Die Künstlerin Andrea Juliette Grote, geb. 1965 in den USA, hat an der UdK Berlin studiert und dort 1995 ihren Meisterschüler abgelegt. In diversen Ausstellungen hat sie sich mit dem Thema ZEIT auf verschiedene Art und Weise auseinandergesetzt.
www.andreagrote.de  

Hermann Gschaider – Wasserturm
Städte und Dörfer haben Wassertürme. „Das Wasser ist für mich das Elixier des Lebens. Aber auch die Liebe und das Arbeiten für meine Skulpturen, ein Wasserturm in meinem künstlerischen Verständnis und meiner Handschrift, hölzerne Röhren, ein Würfel mit Struktur und mit den Zeichen meines Arbeitsschaffens“, so der Künstler.
In Burgkirchen in Österreich geboren, lebt und arbeitet der Künstler in der bulgarischen Hauptstadt Sofia. Die Teilnahme an zahlreichen Symposien und Ausstellungen in ganz Europa kennzeichnet seine Tätigkeit als Bildhauer. 2012 erhielt er den 1. Preis im Schneeskulpturen-Symposium „Art in Ice“ in Livignio, Italien.
www.artbook/gschaider.at

Benjamin Hahn und Nora Leschinski – „Licht im Dunkel“
Das Bauwerk ist eine Art „Lichttunnel“, welcher beidseitig begehbar bzw. durchschreitbar ist. In der Mitte des hölzernen Ganges befindet sich in der 2 Meter hohen Decke ein gerahmter, wasserbefüllter Plexiglaskasten. Dieser Behälter fungiert als eine Art Oberlicht, welcher beim Durchschreiten einer Lichtschleuse ähnelt. In diesem Falle bezieht sich dieser illuminierte Durchgang auf das grundlegenste Lebenselixier Licht und Wasser – der Ursprung des Lebens.
Der gebürtige Niedersachse setzt sich seit 1999 mit Holzbildhauerei auseinander. Nach seinem Studium in Holzbildhauerkunst in Schneeberg, Außenstelle Lichtenstein, folgte ein Auslandsstipendium in Frankreich und 2007 ein Studium in Burg Giebichenstein an der Hochschule für Kunst und Design. Neben zahlreichen Teilnahmen an Symposien ist der Künstler außerdem im Ausstellungs- und Messebau sowie Dekorations- und Bühnenplastikbau für Film und Fernsehen tätig. 
Nora Leschinski ist seit 2010 freischaffend im Bereich Bildhauerei, Illustration und Grafik tätig.
www.leschiwelt.de  

Er_ich.eS (Ulrich Höller) – "Reichlich Gäste“
Misteln sind der Hauptbestandteil des von Miraculix gebrauten Zaubertranks. Sie haben Bedeutung in der Mythologie und auch in heute gelebten Bräuchen. Mistelartige Gewächse hängen am Baum oder belegen Astgabeln – rundlich, faserig, teils in Bewegung, sich drehend, zunächst silbrig, dann löst Feuchtigkeit schnell einen Anflug von bräunlicher Verfärbung aus.
Die Arbeit ist temporär. Durch Stahlwolle lassen sich Veränderung und Entwicklung sehr unmittelbar und vielschichtig darstellen.
Zunächst steht die farbliche Veränderung des Objektes im Vordergrund. Die Intensität und Schnelligkeit dieser ist durch die Witterung und äußere Einflüsse bestimmt. Nach einigen Wochen sind die ersten Stränge durchgerostet, das Objekt verändert sich.
Der Bonner Künstler  ist seit 1990 künstlerisch tätig, freischaffend arbeitet er seit 2003. Nach der
Ausbildung an verschiedenen Akademien (u. a. Salzburg, Trier), Kunstforum und artefact, Bonn ist er seit 2009 Mitglied im BBK, Bonn/ Rhein-Sieg. Aktuell stehen Glasobjekte, Rauminstallationen und Arbeiten im Außenraum im Vordergrund.
www.eriches.de

Ryszard Litwiniuk – „The smile“
Der Künstler überrascht uns mit einem Projekt aus Holz. Wie der Name bereits verrät, deutet das fertige Werk ein Lächeln an.
Der gebürtige Pole studierte an der Akademie der Feinen Künste in Gdansk und konnte bereits mehrere Solo-Ausstellungen vor allem in Polen und Kanada ausrichten. Außerdem führte ihn verschiedene Teilnahmen an Stipendien, Ausstellungen und Symposien um die ganze Welt.
www.RyszardLitwiniuk.blogspot.com

Georg Mann – „Jünger als Jung“
Marcus Tullius Cicero umschrieb es im letzten Jahrhundert vor Christus wie folgt: „Fang nie an aufzuhören, hör nie auf anzufangen.“ Das Projekt des Künstlers versucht ein Bild zu diesem schönen Lebenselixier zu erschaffen. Ein Symbol des Friedens und der Erneuerung ganz wie der Ort Bad Schlema zu sein wünscht. Ursprung, Einfachheit und das Wirken der Natur. Aus einer Vielzahl von Brettstücken und Schrauben entsteht ein ei-ähnlicher Körper. Im Innenraum kann Saatgut oder ein Setzling Platz finden, sodass das Weiterwachsen der Arbeit beschleunigt wird.
Georg Mann: Im vogtländischen Oelsnitz geboren, ließ sich der Künstler nach abgeschlossenem Abitur zunächst als Steinmetz-Steinbildhauer ausbilden. Später schließt sich ein Studium an der Hochschule für Kunst und Design in Burg Giebichenstein und dann ein Aufbaustudium in Halle in Bildhauerei an. Der Künstler beteiligt sich an verschiedenen nationalen und internationalen Symposien und Ausstellungen, wofür er mehrere Kunstpreise erhielt. Viele seiner Arbeiten sind zudem im öffentlichen Raum zu sehen.
www.georgmann.com

Christoph Roßner – Welcome
Die Kontur einer Herzform, das Herz als kitschiges symbol der Liebe leicht auf die Seite gerollt, im Schwerpunkt liegend, umschließt das Objekt als Grundform. Diese Herzsilhouette will zunächst auf die Ideale zwischenmenschlicher Umgangsgepflogenheiten prinzipiell verweisen, welche in unseren zivilgesellschaftlichen Grundwerten, wie auch dem gesunden menschlichen Anstand und nicht zuletzt auch in unseren überlieferten christlichabendländischen Postulaten reichhaltig verankert und praktisch abrufbar sein sollten. Die rechteckige Tür und der Verweilplatz sind aus der Herzform hervorgefaltet und demonstrieren so die prinzipielle Offenheit dies „Herz-Hauses“. Ein Haus in dem herzlich empfangen wird, in dem Menschen unseres Vertrauens und unserer Zuneigung anwesend sind, wird hierdurch schon gefühlt zur Heimat. „Welcome“ verbildlicht nicht nur die touristische Gastfreundlichkeit einer Region, sondern vor allem eine Option zum „heimisch werden“ in den Wohnungen der Herzen.
Der Bad Schlemaer Künstler arbeitet seit 1991 als freischaffender Künstler, Bildhauer, Objektbauer und Installateur. Zu seiner Tätigkeit gehören zudem projektbezogene Lehrtätigkeiten, Werke im öffentlichen Raum sowie die Teilnahme an Ausstellungen und Arbeitsaufenthalte im In- und Ausland.
www.rossner-art.de